Lebensraum verbessern

Der Fluss ist der beste Ingenieur - sofern er die Möglichkeit besitzt zu arbeiten. Und diese wurde vielen Flüssen in der Vergangenheit genommen. Ufer wurden befestigt, Dämme gebaut und Totholz aus Sicherheitsgründen entfernt.

Das obere Banner zeigt einen kleinen Bach der mithilfe historischer Karten aus dem bestehenden Graben neu rekonstruiert wurde. Dadurch wurde die Flusslänge deutlich vergrößert, und der Fluss hat nun wieder Platz, sich seinen eigenen Weg zu bahnen.

Es wird grundlegend zwischen Renaturierung und Revitalisierung unterschieden:

Renaturierung: Das Gewässer wird in seinen natürlichen, ursprünglichen Zustand gebracht

Revitalisierung: Prozesse eines natürlichen Gewässers werden gefördert, das Gewässer erreicht seinen ursprünglichen Zustand dabei nicht.

Im Idealfall gibt man dem Gewässer seinen benötigten Platz zurück, in der er sich fortan frei bewegen kann. Da dieser oft rar ist können aber auch Instream Maßnahmen, die die Strömungsgeschwindigkeit erhöhen, mithilfe von Störsteinen, Wurzelstöcken und Kieseinbringung Dynamik und Habitate geschaffen werden.

Grundlage jeglicher Maßnahme ist eine Defizitanalyse, um bestehende Probleme zu erkennen und bei der Umsetzung möglichst präzise anzugehen.

Das können sein:

- fehlende Habitate (für Jungfische oder zum Laichen)

- Einträge aus der Landwirtschaft/fehlender Uferrandstreifen

- eingeschränktes Ausuferungsvermögen/Hochwasserrückhalt.

Die Broschüre "Fischer schaffen Lebensraum" ist ein prima Hilfsmittel, kleinere Maßnahmen innerhalb des Fischereivereins umzusetzen und zeigt viele Beispiele auf.

Informationen zur finanziellen Unterstützung durch Fischereiverbände erhaltet ihr hier.

Dieser Bach hat sich durch die Kanalisierung eingetieft. In-Stream Maßnahmen könnten für eine höhere Dynamik, Jungfischhabitate und Laichplätze sorgen.

Quelle: Unfer (2020)

Literatur

Totholz Broschüre - LFV Bayern e.V. (2005)

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