Fischbestand erheben

Die Erhebung eines Fischbestands ist ein elementarer Bestandteil der Bewirtschaftung, woraus hervorgeht, wie sich die Populationen der verschiedenen Fischarten über die Jahre entwickeln

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Bestandserhebung, die Elektrobefischung gibt dem Bewirtschafter allerdings die meisten, wichtigen Informationen, ohne die Fische stark zu schädigen. Doch nur wer die dementsprechende Prüfung abgelegt hat und nur wenn eine behördliche Genehmigung vorliegt, der darf die Elektrofischerei betreiben.

Generell sollten die Befischungen immer etwa gleich und zur selben Jahreszeit durchgeführt werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Eine Herbstbefischung ist einer Frühjahrsbefischung vorzuziehen, da die juvenilen Fische, besonders Salmoniden, dann eine erfassbaren Größe besitzen. Es kann ebenso von Vorteil sein, mehrmals pro Jahr eine Befischung durchzuführen, wenn beispielsweise die Kormoranprädation im Winter betrachtet werden soll.

Werden die einzelnen Individuen vermessen, können daraus am Computer Längen-Häufigkeits-Diagramme erstellt werden. Diese zeigen die unterschiedlichen Altersklassen der einzelnen Fischarten am liefern wertvolle Informationen über Flaschenhälse in einer Population.

Eine neue Form der Bestandserhebung ist die eDNA (Environmental-DNA). Mittels einer einfachen Wasserprobe kann herausgefunden werden, welche Fischarten sich im Gewässer befinden, da Fische und andere Lebewesen ständig DNA über Schleim oder Exkremente an das Wasser abgeben.

Noch können kaum quantitative Aussagen über den Fischbestand getroffen werden, aber das kann sich in den nächsten Jahren vermutlich ändern.

Dieses Längen-Häufigkeit-Diagram zeigt eine natürliche Altersklassenverteilung der Äsche. (Quelle: Kristof Reuther 2019)

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