• Kristof Reuther

Es ist Laichzeit!

Ab einer Wassertemperatur von rund 8 Grad bekommen wir die Könige der Alpenflüsse wieder zu Gesicht. Die Huchen haben sich ordentlich herausgeputzt und sich in ihr Laichkleid geworfen. Die roten Kolosse stehen nun an geeigneten Kiesabschnitten zu zweit oder mehreren aufgereiht, hier und da sieht man den Rogner weiß aufblitzen, wenn er erneut, sich zur Seite drehend, mit seiner Schwanzflosse die Laichgrube schlägt. Es ist ein Schauspiel, welches diese gefährdete Fischart vollzieht. Die frühlingshaften Temperaturen verleiten den ein oder anderen Besucher aber auch schon, den Fluss als Abkühlung zu nutzen was, beim betreten der Laichgrube, die Eier schädigen würde.

Es ist also Sorgfalt geboten, denn kurze Zeit darauf kommen Schwärme von Nasen an ähnliche Stellen des Flusses hinaufgezogen um ebenfalls abzulaichen. Diese benötigen etwas höhere Temperaturen, die jungen Huchen sind auf diese Nasenlarven angewiesen, die Natur hat die Laich- und Entwicklungszeiten sicherlich nicht rein zufällig zusammengelegt. Die Nasen waren einst der Brotfisch in Bayern, ihn gab es vor Jahrzehnten als Steckerlfisch auf dem Oktoberfest in München zu essen. Heute nicht vorstellbar! Mit unfassbarer Kraft laichen die Nasen auf sehr schnell überströmten, flachen Kiesabschnitten und bekommen den für Cypriniden bekannten Laichausschlag.

Nachfolgend einige Impressionen von den Flüssen Traisen, Pielach und Inn.

Wer erkennt die Laichgruben an der Pielach?

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