Prädatoren

Prädatoren sind jegliche Lebewesen, die andere Lebewesen zum Zweck der Nahrungsaufnahme nutzen und in der Regel dazu tötet. 

Neben uns Fischern fallen Kormorane, Gänsesäger, Fischreiher und Fischotter besonders schwer ins Gewicht. Längen-Häufigkeit-Diagramme können Aufschluss darüber geben, ob und in welchem Altersstadium der Fische Prädatoren stattfindet. Während Gänsesäger kaum größere Fische als 25 cm verspeisen, bedient sich der Kormoran bis "satte" 50 cm. Der Fischotter jagt am erfolgreichsten in kleinen Bächen und Seen, er frisst häufig die großen Fische, die für ihn am greifbarsten sind. Wie man sieht kann die Fischfauna beim Vorhandensein mehrerer Prädatoren besonders anfällig für Störungen in ihrer Altersstruktur und natürlichen Vermehrung sein.

Ein übermäßiges Vorkommen kann dazu führen, dass Population derart wenige Individuen besitzen, sodass eine Erholung des Bestandes aufgrund eines zu kleinen "Grundbestandes" unmöglich ist. Zu den gefressenen Fischen kommen noch verletzte hinzu, die einige Zeit später ebenso verenden können.

 

In solchen Fällen kann geeignetes Besatzmaterial dazu dienen, diesen Grundbestand auf ein Niveau zu heben, ab dem eine natürliche Selbstreproduktion erfolgreich ist.

Die Vergrämung von Kormoranen durch Bejagung zeigt an vielen Gewässern große Erfolge, das Problem verlagert sich dennoch an nahegelegene Flüsse und Seen.

Oben: Die Elektrobefischung zeigt eine natürliche Alterspyramide der Äsche. Der Kormoran wird dort bejagt.

Unten: Hier stellen Kormorane und Gänsesäger den Fischen nach, lediglich einige große Fische bilden die Population.

 

Quelle: Bachelorarbeit Kristof Reuther, LFV Bayern e.V.

Literatur

Kormoranbroschüre des Landesfischereiverband Bayern e.V.

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